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Salsa mit seinen vielfältigen kulturellen Wurzeln verbreitet sich in den letzten Jahren als neuer „Modetanz“ immer stärker in Europa. Es handelt sich dabei um ein zeitgenössisches urbanes Musikphänomen vergleichbar mit Jazz oder Rock. Der Tanz hat - wie viele andere Tänze - seine Wurzeln auf dem afrikanischen Kontinent. Afrikanische Sklaven brachten ihre Rhythmen nach Amerika, wo sie sich unter Einflussnahme verschiedener musikalischer Komponenten weiter entwickelten. Diese waren von Anfang an zum Tanzen konzipiert. „Salsa“, zu Deutsch „Sauce“, enthält eine Mischung mehrerer musikalischer und tänzerischer Komponenten. Salsa-Musik und Salsa–Tanz bilden daher eine untrennbare Einheit. Mit der Bewegung der hispanoamerikanischen Migranten verbreitete sich die Salsa-Kultur umfassend in Europa und Asien und genießt seither eine unbestrittene Popularität. Salsa ist heute neben Discofox der populärste Paartanz in Deutschland und wird in verschiedenen Variationen getanzt. Auch hierzulande ist er zu einem Zeichen für Lebensfreude, Offenheit und Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen, ja fast zu einer Art Philosophie geworden. Er steht darüber hinaus exemplarisch für die generelle und kulturgeschichtlich bedeutsame Rolle von Tanz und Musik, Menschen, auch über Kulturgrenzen hinweg, zusammen zu führen, Freude zu vermitteln und einen Beitrag zur Verständigung zu leisten. Für das geplante Tanzprojekt fiel die Wahl vor allem deshalb auf Salsa, da sich in ihm afrikanische, europäische, indianische, asiatische und arabische Einflüsse vermischen und er damit eine Vereinigung zahlreicher musikalischer Tendenzen darstellt. Da Salsa auch von europäischen Einflüssen geprägt ist, fällt es auch den Menschen in Europa leicht, diesen Tanz anzunehmen. Umgekehrt ist es ihnen möglich, durch die Vielzahl der kulturellen Wurzeln des Tanzes einen Zugang zu anderen Kulturkreisen zu finden.
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